3. Mannschaft

A-Klasse -Tabellenletzter siegt gegen Tabellenersten

Diesen Sonntag 22.01.2017 hatte unsere Jugendmannschaft der A-Klasse gegen den bisherigen Tabellenersten in Saarburg zu spielen.

 

Bis dato war es für unsere Mannschaft etwas unrund gelaufen. 1 Sieg aus 4 Spielen, eine Reihe von etwas unglücklichen Verlusten.

 

Heute machte es sich bemerkbar, dass die Schachjugend dieser Mannschaft in den letzten Monaten intensiv trainiert und auf diversen Turnieren viele Erfolge und somit Selbstvertrauen erringen konnte.

 

Erst einmal startete es scheinbar nicht gut, Tabea an 6 wurde in der Eröffnung überrascht, verlor 2 Bauern und die Rochade, Sophie stand nach einer Stunde sehr schlecht.

Aber Thomas Urfels holte auf 4 unser erstes Remis.

Dann fragte mich Maurizio auf 3, ob er Remis machen darf, auf meine Nachfrage wieso, er hatte sich mit einer Figur weniger in ein Dauerschach manövrieren können!

Die Antwort war klar.


Das nächste Remis folgte auf 1, trotz druckvollem Angriff und Läuferopfer gelang es Weiß nicht, die gegnerische Stellung zu knacken, ungleichfarbige Läufer und Remis.

Dann die Überraschung: Tabea „was interessieren mich die Bauern“ spielte weiter voll auf Königsangriff, sorgte dadurch für eine Reihe von Fehlgriffen ihres Gegners, was am Ende in der Frage gipfelte: Matt oder Damenverlust.

Kurz danach musste Sophie an 5 trotz großer Gegenwehr die Segel streichen. 2,5:2,5.
Sollten wir gegen den Erstplatzierten wirklich ein Remis erreichen können ?

 

Und Luis?

Spielte an 2 mit Schwarz gegen wahrscheinlich den besten Saarburger heute.

Zug 21, Luis hatte noch 5 Minuten und sein Gegner 40!

Das ganze bei schwerer ausgeglichener Stellung, nachdem Luis zweimal Remis geboten hatte, was abgelehnt wurde.

Was folgte war etwas, das oft zu sehen ist.

Weiß begann mit zu blitzen, musste auch noch mitschreiben, der Druck nahm zu und Luis spielte seine Stärke im Blitzen voll aus.

Fehler traten auf. Zug 34 und noch 18 Sekunden auf der Uhr und einen Turm mehr für Luis, wagte der Mannschaftsführer zu fragen, ob er nicht noch mal Remis anbieten wolle.

„Wie-Remis ? Das gewinne ich !“.

So war es dann auch. In 6 Sekunden Freibauer durchdrücken, den Springer erobern und Weiß gab mit Turm und Läufer weniger auf.

 

Was für ein Tag, nichts für schwache Nerven. Und eine eindrucksvolle Demonstration unserer Jugendspielerinnen und –spieler, dass sie es können.


Die Mannschaft konnte nun einen Platz nach oben rutschen, der weitere Verlauf bleibt abzuwarten.

 

Peter Laubenstein